Donnerstag, 3. November 2016

Der Sinn von Scrapbooking - Minibooks über eine Mutter über dem Regenbogen

Wie wird jemand zum Scrapper: Neben der Freude an Papier, Farben, Fotografie braucht es vorallem auch eines, den Drang, Erinnerungen zu bewahren. Ganz sicher war das vor vielen Jahren einer der Hauptgründe dafür, dass ich dieses Hobby gefunden und behalten habe. Vielleicht werden meine Kinder mich irgendwann dafür verfluchen, dass sie mit einem Anhänger voller Fotoalben in die erste eigene Wohnung ziehen dürfen. Vielleicht geht es ihnen aber auch mir selbst, denn meine Kinderalben sind das Wertvollste, was mir meine Eltern hinterlassen konnten, voller handschriftlicher Geschichten, Anekdoten, Zeugnis nicht nur unserer Familiengeschichte, sondern auch auch der Liebe von Eltern zu ihren Kindern.

Irgendwo in Deutschland werden die Fotoalben dreier kleiner Mädchen seit kurzem nicht mehr von ihrer Mami weitergeschrieben. Diese lebenslustige, kluge und kreative Frau hat ihren tapferen Kampf gegen einen aggressiven Krebs verloren. Für ihre drei Mädchen sind Alben entstanden, die sie wie Schatzkistchen benutzen können, für Fotos, Geschichten, mit Umschlägen, in denen sie auch etwas verstecken können. Ich hatte vor Jahren für meine KInder schon ähnliche Alben gefertigt, nach einem Dear Lizzy Workshop. Mit etwas Zubehör und vorallem ganz lieben Wünschen gehen sie nun auf die Reise.

Mir selbst demonstriert so ein Schicksal immer wieder, wie wichtig es ist, neben allem Erleben hin und wieder auch einmal zu dokumentieren. Meinen Kindern wird es in 30 Jahren völlig egal sein, ob ich auf den gemeinsamen Bildern schon Mascara aufgelegt hatte und ob meine Kleidung zu unserer Inneneinrichtung passt. Und wenngleich ich hoffe, ihnen alle ihre Geschichten später auch noch selbst erzählen zu können, so ist doch weder auf mein Gedächtnis, noch auf das Leben so wirklich Verlass.





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